Module/Baustein
Ernährung im
Alltag
Ernährung und
Produkte
Ernährung
Außer Haus
Ernährung und
Öffentlichkeit
Europäische
Fallstudien
Arbeitsgruppen
Konsumenten-
perspektive
Vorsorge-
konzept
Ernährungs-
verantwortung
Arbeitsprozess
Arbeitsphasen
Beirat

Impressum



Europäische Fallstudien

Im Baustein werden beispielhafte Strategien im Feld Umwelt-Ernährung-Gesundheit anhand von drei Fallbeispielen beforscht. Diese Fallbeispiele werden so ausgewählt, dass sie ergänzend zur Untersuchung der Ernährungsverhältnisse in der BRD und zu den zu entwickelnden Strategien und Handlungsempfehlungen des Forschungsvorhabens einen Input aus der jeweiligen Länderperspektive liefern können. Ziel ist es Anregungen aufzugreifen und Fehler zu vermeiden.

Als Länder mit innovativen Praxisbeispielen wurden Österreich, Schweden und die Schweiz ausgewählt, da hier jeweils besondere Entwicklungspfade eingeschlagen wurden:

In Schweden ist der Anteil an berufstätigen Frauen traditionell am höchsten in ganz Europa (1999: 76 % gegenüber 62,3 % in Deutschland). Dies ist einer der Gründe, warum hier schon früh staatlich finanzierte Formen der Gemeinschaftsverpflegung für Kinder entwickelt wurden. Am Fallbeispiel einer schwedischen Schule soll untersucht werden, welche Impulse eine solche staatliche Strategie setzen kann und ob etwas ähnliches auch für Deutschlands Schulen denkbar wäre.

In Österreich ist es seit Jahren bundesweite Strategie, den Anteil an ökologisch produzierten Lebensmitteln in Großküchen zu erhöhen. Für öffentliche Schulen in vier der neun österreichischen Bundesländer ist ein gewisser Anteil an Bio-Lebensmitteln in der Schulverpflegung verpflichtend umzusetzen. Im Rahmen des Bausteins soll erforscht werden, welche Auswirkungen diese "Bio-Strategie" über die Produktebene hinaus auf die schulischen Ernährungsverhältnisse hat und ob diese Erfahrungen auf Deutschlands Schulen umlegbar wären.

In der Schweiz wurden neue Kommunikationsstrategien im Zuge der BSE-Krise entwickelt, die sich auch um eine Einbeziehung von Wechselwirkungen zwischen Ernährung, Gesundheit, Umwelt und Ökonomie bemühen. Das Themenfeld Ernährung und Nachhaltigkeit wird seit Mitte der neunziger Jahre intensiv bearbeitet. In der Schweiz liegen aus dieser Arbeit inzwischen Arbeitsergebnisse vor, die teilweise auch die BSE-Problematik berücksichtigen. Eine Analyse der Entstehungsbedingungen für diese Kommunikationsstrategie, der beteiligten Institutionen und Akteure und der gesellschaftlichen Auswirkungen hinsichtlich der BSE-Problematik wird wertvolle Inputs sowohl für Strategien und Handlungsempfehlungen für eine Ernährungskommunikation und für eine zu entwickelnde Risikobetrachtung des gesamten Ernährungsbereiches liefern.

Ansprechpartnerin für den Baustein "Europäische Fallstudien":

Maga. Gabriele Mraz
Tel: +43/1/523 61 05-21
Email: mraz@ecology.at
Web: www.ecology.at