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| Impressum |
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Das Forschungsvorhaben gliedert sich in fünf Arbeitsphasen:
Arbeitsphase 1: Problem- und Trendanalyse
Arbeitsphase 2: Methodenreflexion und -weiterentwicklung
Arbeitsphase 3: Analyse von sozial-ökologischen Transformationen der
Ernährungsverhältnisse
Arbeitsphase 4: Strategien für eine Ernährungswende
Arbeitsphase 5: Projektabschluss
Arbeitsphase 1: Problem- und Trendanalyse
In der ersten Arbeitsphase wird der interdisziplinäre Forschungsgegenstand konstituiert. Da bislang weder eine integrierte Betrachtungsweise des gesellschaftlichen Handlungsfeldes Umwelt-Ernährung-Gesundheit, noch ein Verständnis sozialökologischer Ernährungsverhältnisse existiert, wird innerhalb dieser Arbeitsphase eine erste differenzierte sozialökologische Problembeschreibung erarbeitet.
Hierzu werden zunächst problemorientiert Trends im Feld Umwelt-Ernährung-Gesundheit aufgezeigt. Die anschließende Problem- und Trendanalyse soll Aufschluss geben über bestehende und sich wandelnde normative Orientierungen unterschiedlicher Akteure, über vermittelte Normen, über die Entwicklung der Haushaltsausgaben im Ernährungsbereich, die Wertschöpfung entlang der Produktlinie, die Stoffströme im Bereich Ernährung sowie über die Art der Wissensgenerierung und -kommunikation.
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Arbeitsphase 2: Methodenreflexion und -weiterentwicklung
In der zweiten Arbeitsphase wird die Leistungsfähigkeit und Aussagekraft der vorgesehenen Methoden in Bezug auf den sozialökologischen Untersuchungsgegenstand reflektiert und die Methoden gegebenenfalls entsprechend modifiziert, um sie wechselseitig anschlussfähig zu machen.
Im Forschungsvorhaben kommen im wesentlichen die folgenden wissenschaftlichen Problemlösungs- und Erklärungsansätze zum Einsatz, die an anderer Stelle entwickelt wurden:
Der Stile-Ansatz geht über die in der Lebensstil-Forschung erhobenen Merkmale hinaus. Es werden sowohl
die soziale Situation des Haushaltes (soziodemographische Merkmale, Haushaltskontext, Verfügbarkeit
zeitlicher und finanzieller Ressourcen), die Ebene der Orientierungen (subjektive Präferenzen einer
Person für die Produktauswahl und Verhaltensweisen) als auch das konkrete Verhalten (Kauf- und
Nutzungsverhalten) erhoben. Die drei Elemente werden zueinander in Bezug gesetzt und ergeben "
Stile", in diesem Vorhaben "Ernährungsstile" (vgl. Modul "Ernährung im Alltag").
Die Stoffstrommethodik eignet sich zur übergreifenden Analyse großer Einheiten (Produktgruppen,
Bedürfnisfelder, Regionen etc.) und kann Basisinformationen zu folgenden Fragestellungen liefern:
Welche Stoffströme sind insgesamt und in welchen Phasen der Produktlinie besonders umweltrelevant?
Durch welche Maßnahmen können welche Umweltentlastungen erreicht werden? Weiterhin lassen sich
Aussagen über mögliche Gewinner oder Verlierer von Stoffstromveränderungen erhalten.
Über die Szenarientechnik (Wenn-Dann-Szenarien) können Entwicklungslinien modelliert werden
(vgl.
Modul "Ernährung und Produkte".
Der Setting-Ansatz ist ein von der WHO unterstützter Ansatz zur Veränderung der Lebensbedingungen
in sozialen Handlungsräumen wie Betrieb, Schule, Stadt (sog. "settings") hin zu mehr
Lebensqualität mit dem Ziel der Gesundheitsförderung. In der praktischen Umsetzung beinhaltet
der Setting-Ansatz z.B. in Betrieben Projekte auf Führungs- und Managementebene, die eine
Veränderung der betrieblichen Organisationsstrukturen für mehr Lebensqualität aller
MitarbeiterInnen beabsichtigen bis hin zur Schaffung entsprechender (Ernährungs-)Infrastrukturen
zwischen Betrieb und häuslichem Umfeld (vgl. Modul "Ernährung Außer-Haus").
Die Inhaltsanalyse xyz; Politikfeldanalyse xyz (vgl. Modul "Ernährung und Öffentlichkeit")
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Arbeitsphase 3: Analyse von sozialökologischen Transformationen
der Ernährungsverhältnisse
In der dritten Arbeitsphase sollen Ansatzpunkte für Problemlösungen im gesellschaftlichen
Handlungsfeld Umwelt-Ernährung-Gesundheit aus modulbezogener Sicht identifiziert werden.
Zunächst werden sozialökologische Transformationen von Ernährungsverhältnissen
tiefergreifend beschrieben und analysiert, um daraus Handlungsspielräume sowie Kriterien für
Entwicklungspfade in Richtung Nachhaltigkeit zu identifizieren.
Mit Blick auf eine Ernährungswende werden aus den Perspektiven der einzelnen Module Kriterien
dafür aufgestellt, was auf Basis der modulspezifischen Analysen als nachhaltig gelten kann.
D.h. es werden Kriterien für Nachhaltigkeit (in ihrer ökologischen, ökonomischen, sozialen
und politisch-institutionellen Dimension) sowie die Handlungsspielräume einzelner Akteure bestimmt.
Diese Kriterien stellen die Leitplanken für Entwicklungspfade in Richtung einer nachhaltigeren
Ernährung dar.
Darauf aufbauend werden modulbezogene Strategien und Handlungsempfehlungen für eine
Ernährungswende entworfen.
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Arbeitsphase 4: Strategien für eine Ernährungswende
In der vierten Arbeitsphase werden aus einer integrierenden Betrachtung Strategien und Handlungsempfehlungen
für eine Ernährungswende abgeleitet.
Zu Beginn der Arbeitsphase steht eine Reflexion und ggf. Reformulierung der in Arbeitsphase 1 entwickelten Problembeschreibung des Handlungsfeldes
Umwelt-Ernährung-Gesundheit. Transformationsdynamiken werden festgehalten und wichtige
Ankerpunkte für Strategien hin zu einer Ernährungswende identifiziert.
Anschließend werden die in den Modulen entwickelten Strategien und Handlungsempfehlungen
vor dem Hintergrund der Gesamtbeschreibung sowie der modulbezogen identifizierten Kriterien und
Handlungsspielräume der Akteure kritisch hinterfragt. Die in Arbeitsphase 3 modulbezogen
identifizierten Indikatoren und Kriterien für eine nachhaltige Ernährung werden
zusammengeführt, um eine Einschätzung sozialökologischer Transformationen hinsichtlich
einer Ernährungswende vornehmen zu können. Auf Basis dessen werden gemeinsame Strategien
erarbeitet werden, die eine Ernährungswende einleiten können, auf dem Vorsorgeprinzip aufbauen
und Fragen der Ernährungsverantwortung unter Genderperspektive berücksichtigen.
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Arbeitsphase 5: Projektabschluss
In der fünften Arbeitsphase werden die theoretischen und methodischen Schlussfolgerungen des Projektes
zusammengeführt, neue Forschungsfragen aufgezeigt sowie die Forschungsergebnisse einem breiteren
Personenkreis zugänglich gemacht.
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